Karriere-Tipp 7

Interview-Fallen

Unbewusste Routinen im Recruiting

Wir können uns noch so einprägen, dass wir unvoreingenommen und vorurteilsfrei an ein Job-Interview herangehen. Die „Unconscious Bias“ - kognitiven Verzerrungen - sind Denkmuster, die wir uns im Laufe des Lebens angeeignet haben und diese stehen einer „gerechten“ und guten Personalauswahl doch hin und wieder im Weg.

Das sind die häufigsten Interview Bias:

Status-quo-Bias: Hier orientieren wir uns an dem, was wir schon einmal wahrgenommen haben - z.B. der/die Kandidat/in kommt aus einem High-Profile-Unternehmen, daher muss sie bzw. er sehr gut sein.

Stereotypen: Bestimmte Attribute der Kandidat/innen werden mit Persönlichkeitsmerkmalen verknüpft, wie z.B. Frauen sind nicht für Technik geeignet.

Der erste Eindruck: Dieser entscheidet oft über das endgültige Ergebnis des Einstellungsgespräches.

Ähnlichkeits- Bias: Wir tendieren dazu, uns Menschen auszusuchen, die uns ähnlich sind (z.B. die gleiche Schule besucht haben).

Halo-Effekt: Wir lassen uns von Äußerlichkeiten blenden, z.B. wirkt ein Mann attraktiv und sympathisch, neigen wir dazu, ihm hohe Kompetenz zuzusprechen.

Rapid Cultural Fit: Der Kandidat wird zum Bewerbungsgespräch eingeladen und nach einigen Fragen stellt man diesen bereits ein, weil die „Chemie“ passt.

Bestätigungsfehler: Wir nehmen nur Informationen auf, die in unser Weltbild passen - den Rest blenden wir einfach aus.

Nächste Woche geben wir ein paar Tipps, wie wir diesen Interview Bias entgegenwirken können.